Reisebericht Marokko 2003
Reisebericht Marakko 2003

Auf dieser Tour haben wir wieder viel gelernt, zum Beispiel, dass MuZ
zwar relativ sturzstabile Motorräder baut, aber anderseits eine
Kupplung auf 1000 km doch entschieden zu viel ist und die Reisekasse
erheblich schmälert.
Wir haben auch erkannt, dass der Marokkaner an sich - ähnlich dem
Rheinländer - zwar freundlich ist, aber jede Begrüßung, jeder
Handschlag und insbesondere jedes Geknutsche zwingend in einer
Verkaufsveranstaltung endet.
Aber, immer der Reihe nach.

späten Nachmittag des Vortages haben wir, ohne größere Verletzungen,
unsere Motorräder in Sascha´s Transporter geladen und es tatsächlich
noch geschafft vor Dunkelheit abzufahren. Der erste - und ehrlich auch
einzige - Sixpack Bitburger ist schnell genascht und nur 26 Stunden
später sind in wir in Tarifa/Spanien.
Wir, das sind Sascha mit/auf MZ Baghira und ich - zumeist auf – BMW R
80 G/S und ein Transporter Kia Preggio mit Betonsitzen. Zum Transport
mittels Kfz hatten wir uns nach dem Studium diverseer
Internetreiseberichte und Sichtung der Kosten der Deutsche Bundesbahn
für den Autoreisezug Narbonne sowie Fähre Séte - Tanger entschlossen.
Eine Fahrt mit dem Motorrad bis Gibraltar hätte, abgesehen von der
knapp bemessenen Reisezeit, etliches mehr an Verschleiß, Benzin und
Maut bedeutet. Mit dem Campingplatzbetreiber hatten wir bereits vorher
fernmündlich abgeklärt, dass das Auto auf dem Campingplatz verbleiben
konnte und fünf Euro am Tag für einen bewachten Campingplatz - das
Auto war nachher noch da ! - fand ich auch in Ordnung..
Samstag morgen, etliche Dosen San Miguel später, der Himmel ist
wolkenverhangen und die Mopeds klitschnass, schaffen wir es doch
irgendwann bis zum Hafen, allerdings müssen wir nun die Fähre von
Alcegiras nehmen, die Schnellfähre von Tarifa nach Tanger ist schon
weg - San Miguel?. Die Buchung und Abfertigung auf europäischer Seite
geht unproblematisch vonstatten.

auf, ein Regenbogen spannt sich über und und langsam kommt die
afrikanische Küste in Sicht. Ebenso langsam aber sicher breitet sich ein
mulmiges Gefühl in der Magengegend aus, was unter anderem daran liegt,
dass die Anzahl der europäischen Mitreisenden bereits erheblich
eingeschränkt ist.
O.k. eigentlich sind wir nur zu zweit und haben zudem ein massives
Sprachproblem.
Die Ankunft in Tanger gestaltet sich dann auch entsprechend hektisch.
Durch die erste Kontrolle werden wir noch durchgewunken, dann nimmt
sich unserer ein " Passer" an, Abdul ist sein Name.
Abdul winkt uns so schnell durch alle Kontrollen, dass wir die
Motorräder kaum durch das Gewimmel rangiert bekommen. In Windeseile
sind die Papiere eingesammelt und mitsamt Abdul verschwunden.
Tatsächlich erscheint Abdul nicht nur wieder, sondern schafft es
binnen kürzester Zeit sämtliche Stempel und Dokumente zu besorgen,
allerdings zu einen horrenden Preis, der hier nicht nur unbenannt sei,
sondern uns auch als totale Marokkoneulinge kennzeichnet. Das ist
übrigens eine der ersten Fragen die man uns regelmässig stellt - ?
first time Maroc ?. Abdul war also ein Schlepper mit amtlichen Ausweis
und eigentlich fand ich das nicht unangenehm, weil so ein langwieriges
Öffnen des Gepäcks vermieden wird.
Bei der Ausreise waren wir dann mit der Angelegenheit schon deutlich
vertrauter und haben vorher den Preis ausgemacht. Das ist übrigens
eine Sache die erstaunlich gut klappt, wird vorher der Preis
ausgemacht, gibt es hierüber nachher grundsätzlich keine Diskussion -
außer mit dem Bruder von Hassan in Marrakesch wegen der Taxikosten.
So, sind wir also in Tanger. Vollbeladen und mit brandneuen
Stollenreifen kein leichtes Unterfangen. Die Verkehrführung ist
spontan und schnell, die zahlreichen Polizei-beamten scheinen eher
ohne Konzept den Verkehr zu lenken.
Kommt das Motorrad zum Stillstand, dann springen sofort dunkle
Gestalten auf uns zu um uns das Visier zu reinigen, die Stiefel zu
putzen, Hasch, Alkohol oder Frauen anzubieten oder einfach nur zu
erfragen von wo aus Deutschland wir denn kommen.
Selten war mir die Einreise in eine fremdes Land so unheimlich wie
diese. Die Meer-enge von Gibraltar trennt tatsächlich nicht nur
einfach zwei Kontinente, sondern eben zwei Kulturkreise. Wir haben
entsprechend auch einige Zeit benötigt um uns zu akklimatisieren,
müssen aber andererseits eben auch festhalten, dass wir eigentlich im
großen und ganzen freundlich und hilfsbereit aufgenommen worden sind.
Abgesehen von den mit frisch geschlachteten Hammelfellen verkleideten
Gestalten im Atlas, die Wegzoll verlangten - die waren zu zwölft und
bekifft, habe wir eben bezahlt - hatten wir diesbezüglich keine
Probleme.
Unsere erste Übernachtung ist in Larache. Gegenüber dem Zeltplatz gibt
es ein Lokal mit Bierausschank, dort kosten wir zum ersten mal die
marokkanische Küche. Die Nacht ist eiskalt, -5° wir uns am nächsten
morgen von den Wohnmobilnutzern ringsum erzählt. Also eigentlich hab´
ich geglaubt, hier wär´ es immer warm und denke mit

Die war dann aber halb so schlimm, nur ein bisschen Schnee am Col de
Zad und dann runter in die warmen, wüstigen Ebenen, dem eigentlichen
Ziel unserer Tour.
Über Azrou, Midelt und Er Rachidia geht es nach Source bleue de Meski,
einer malerischen Oase mit Campingplatz.
Wir brauchen eine Weile um die Einfahrt zu finden. Die Landschaft ist
staubig, eben und braun, dann geht es plötzlich runter in die Oase.
Die Planung der Anlage war wohl mal auf Exklusivität ausgelegt, es
gibt Shops, einen rieseigen Pool, der, ebenso wie die Duschanlage,
nicht betriebsbereit ist und orientalische Klos.
Von wegen Duschen. Selbstverständlich habe wir einen recht umfassenden
Impfschutz, der schützt aber nicht davor etwa wegen unreinem Wasser
Infekte zu bekommen, wir haben deshalb auch konsequent während unserer
Tour den Kontakt mit Frischwasser vermeiden ;-) . Es erscheint mir
auch nicht angebracht als Tourist stundenlang zu duschen, wenn, so die
Schilderungen in Merzuoga, es seit mehreren Jahren nicht mehr geregnet
hat und das Trinkwasser für die einheimische Bevölkerung bereits
angefangen hat zu versalzen.
Ab Erfoud haben wir auch erkannt, dass es kostengünstiger ist
Pfefferminztee zu trinken, weil die letzten Bierdosen nur noch 0,25 cl
Inhalt hatten und 1,80 € kosten sollten.
An dieser Stelle eine Anmerkung zur Teekultur.

Menthe, den Whiskey marocaine. Es ist einfach entspannend im Cafe zu
sitzen - alle Stühle zur Fahrbahn, Mann könnte ja was verpassen - und
den zuckersüßen frisch aufgegossenen und brühend heißen Tee zu trinken
(die Blätter muss man übrigens nicht mitessen ;-).
Von der Hauptstraße in Erfoud aus geht es links ab in Richtung Erg
Chebbi/Merzouga, den höchsten Sanddünen Marokkos.
Die Straße ist recht gut ausgeschildert, es steht dort ein rotes
Schild mit der Aufschrift
" Les Sables ". Trotz meiner eher rudimentären Kenntnisse der
französischen Sprache habe ich die Erfahrung gemacht, dass die
Polizisten stets bereit waren mir zu zuhören und den Weg zu weisen.
Der erste Teil dieser Strecke ist tatsächlich noch asphaltiert, so
dass sich schon eine anfängliche Enttäuschung breit machte. Auch der
Umstand, dass der Asphalt langsam ganz schwindet, reicht noch nicht
aus um ein Wüstenfeeling aufkommen zu lassen. Keine Angst, hier kommt
jeder auf seine Kosten. Nachdem ich mir noch schnell eine gefälschte
Fossilie hab´ andrehen lassen, war es auch schon rum mit den letzten
Resten befestigter Piste.

Aus den einschlägigen Reisebereichten wussten wir Wüstenneulinge –
theoretisch zumindest - ja auch, dass man mit mindesten 60 und mehr
km/h über den Sand preschen muss, diese jugendliche Begeisterung war
aber nach den ersten Klatschern, glücklicher-weise ohne größere
Verletzung, schnell gedämpft. Mit unserer Beladung war zunächst eher
ein reumütiges Gezuttel neben der versandeten Piste angesagt, was dort
allerdings auch relativ unproblematisch möglich ist.
Eine Anmerkung zur Beladung. Viele der Sandpistenfahrer machen ihre
Touren mit einem Begleitfahrzeug, also zumeist ohne Gepäck und ohne
logistische Probleme. Dies wurde uns auch regelmäßig angeboten, weil
die Einheimischen auf den Campingplätzen nicht verstehen konnten -
oder wollten -, dass wir unsere Ausrüstung komplett selber mitführten
und im Zelt übernachtet haben.
Wer eigenständig fährt, hat aber einfach ein erhöhtes Grundkontingent
an Ausrüstung und Gepäck bei sich, das manövriert werden will. So
sollte die Reichweite gegenüber dem europäischen Verkehr deutlich
vergrößert werden und auch die Mitnahme von 5 bis 10 Litern Wasser
halte ich nicht für Luxus.
Nur ein Beispiel: Auf unserer Russlandreise im vergangenen Jahr hatten
wir trotz großer Tanks - meine BMW fast 36 Liter (die braucht sie
auch) und die MZ 28 Liter - noch Halterungen für Trinkwasser und
Benzin vor die Koffer auf die Fußrasten montiert. Diesmal hatten wir
zwar nur je 5 Liter an Reserve dabei, mit Haupttank aber auch immerhin
schon 40 kg über dem Trockengewicht. Zzgl. Trinkwasser sind dann
annähernd schon 50 kg erreicht, ohne dass Werkzeug, Ersatzteile, Zelt,
Reiseführer, Taschenlampe, Kocher, Lebensmittel und Sonstiges
berücksichtigt wäre.
Im Reiseführer ist die Piste von Erfoud nach Merzouga als durch die
Reste der Telegraphenmaste erkennbar beschrieben.
Tatsächlich machen sich aber wohl mittlerweile alle Campingplätze und
Hotels um den Erg Chebbi herum die weiß-rosa bemalten Pfosten zunutze
und haben eigene Markierungen angebracht, die die Orientierung
erschweren. Zwar ist der Erg schon von weitem erkennbar, aber gerade
in unmittelbarer Nähe wegen der weichen Versandung nur sehr schwer zu
befahren.

erst mal eine Reparaturpause für den Killschalter an der MZ einlegen.
Da waren wir leider schon so nahe an den Dünen, dass bereits nach
kürzester Zeit die ersten Hilfswilligen zugegen waren. Nach
Problembehebung erfolgte dann eine Verkaufsveranstaltung in freier
Wüste, die wieder mit dem Erwerb von Fossilien endete, diesmal aber zu
Lasten Sascha.

Kupplungsschaden vergingen recht unspektakulär, nur wurde Merzouga
eben mit dem Transporter erreicht. Der Schaden an sich war erstaunlich
schnell behoben, der Einfallsreichtum der Wüstensöhne kennt keine
Grenzen, hatte der Wüstenmechaniker Ibraimi doch an Stelle eine neuen
Ausrücklagers eine Kupplungsscheibe mehr eingebaut und bereits in der
Nacht wieder das Motorrad angeliefert.
Allerdings war Sascha bedarf an Pistenfahrten erst einmal gedeckt und
auch die morgendliche Sonnenaufgangstour musste ich alleine machen.

Unsere Tour ging entsprechend am nächsten Morgen erst einmal über
Asphalt Richtung Rissani, ab hier wurde die Strecke endlich wieder
schlechter, der Asphalt schmolz dahin und in Tazzarine bogen wir
wieder auf reine- und traumhafte- Piste ab.

Abzweig zu finden - GPS sei dank und hätt´ ich damit doch vorher mal
ordentlich geübt - ging die Strecke die ersten paar Kilometer durch
traumhafte Landschaften um in Steinpiste zu enden. Ich weiß nicht, wer
in den Reiseführer geschrieben hat "nur mit Allradrad befahrbar,
VW-Bus geht", er hat die Strecke auf jeden Fall schon länger nicht
mehr befahren.
Stundenlang durch tiefe Queds und über zum Teil fußballgroße runde
lose Steine war zwar wunderschön, aber auch am Rande des Machbaren.
Zudem waren wir so spät, dass die Dunkelheit hereinbrach und wir nur
noch an Hand des GPS den Weg finden konnten. Bei Dunkelheit läst sich
nur noch eine ockerfarbene Wand erkennen, einzelne Spuren, Kurven oder
Abzweige dagegen nicht mehr. Mehrfach blieben wir im tiefen Sand neben
der Piste stecken ,wenn wir mal wieder eine Kurve in Spur verpasst
hatten.
Trotz allem sind wir heil in Zagora, im südlichstem Punkt unserer
Reise an gekommen.

Feiertagskalender gesichtet, aber irgendwie übersehen, dass wir zur
Zeit des Hammelfestes unterwegs waren, was aber letztendlich nicht zu
Einschränkungen geführt hat, da die kleinen Läden eigentlich immer
geöffnet haben und die Grundversorgung gesichert ist. Da wir ohnehin
mit dem Zelt unterwegs waren, hatten wir auch kein Problem eine
Unterkunft zu bekommen.
Andererseits war es auch richtig spannend mit zu erleben, wie aller
Orten die Hammel vor den Häusern öffentlich aufgehangen und
ausgenommen wurden. Ein Hammel soll etwa 1.300 bis 1.600 Dirham,
entsprechend etwa 130,00 € bis 160,00 €, kosten, da hat Sascha mit
seinen beiden Kupplungsreparaturen manche Familie glücklich gemacht.
Über Quarzazate ging es in Richtung Dades - und zurück in die
Todhraschlucht, beides Landschaftliche Highlights, führt die Zuwegung
doch entlang der Straße der Kasbahs.

Zurück in Quarzazate musste der Konsumdruck erst einmal durch den
Erweb eines Teppichs befriedigt werden, um sodann mit stark
volumengesteigertem Gepäck den Rückweg nach Marrakech anzutreten. Eine
eigentlich unspektakuläre Fahrt bis auf die Überfalleinlage durch die
bekifften Hammelfestteilnehmer.
Der Campingplatz außerhalb von Marrakech war rasch gefunden, ebenso wie
ein Supermarkt mit - endlich - Bierverkauf. Zu diesem Zweck muss beim
Eintritt in die Spirituosenabteilung, zumindest während der Festtage,
der Ausweis vorgezeigt werden, da wegen der alkoholbedingten Unfälle
(hört, hört, das mitten in Marokko) während der Festtage der Erwerb für

für den Gläubigen ohnehin nicht gestattet, da halten sich aber
anscheinlich nicht viel dran, jedenfalls wurden wir vor dem Supermarkt
auch direkt gebeten Bier für die nicht Zutrittsberechtigten zu erwerben
und auch sonst ist Bier ein recht gutes Tauschmittel.
Auf der Rückfahrt zum Zeltplatz gab dann Saschas Kupplung zum
zweitenmal den Geist auf. Die vom ADAC vermittelte Helferin war mit
der Situation etwas überfordert und konnte uns lediglich einen
Rücktransport anbieten, so dass wir uns selbst auf die Suche nach
einer Werkstatt machen mussten. Sascha hat sich übrigens richtig gut
als Sozius gemacht, was vor allem wegen der Fehlen der hinteren
Fußrasten im orientalischen Straßenverkehr als bewundernswert
anzusehen ist.
Die Wartezeit für Anlieferung und Reparatur haben wir genutzt um uns
im Suok von Marakäsch ausgiebig zu verlaufen das Gewimmel ist einfach
unbeschreiblich, Schlangenbeschwörer, Schreiber, Tätowierer, Bäcker,
Metzger, Schneider und Imbissbuden.

Gerade letztere ist eine Anmerkung wert.
Der wohlbeleibte Koch steht auf einem Podest, umgeben von Bergen
gebratener Speisen und veranstaltet eine Hektik, als ob er ein dutzend
Gäste gleichzeitig bewirtet.
Erst wird ein Stück Fleisch, Fisch oder was auch immer, aus einer
Position herausgerissen und dem neuen Gast zur Probe gereicht. Hat

den Fisch und dann das Lamm - wird mit den gleichen schmuddeligen Finger eine Portion zusammengestellt und später die Reste an die Katze verfüttert. Wirklich aufdringlich sind die Wasserverkäufer auf dem Markt, die unbedingt ein Foto, natürlich entgeltlich, von sich gemacht haben wollen. Es ist ohnehin erstaunlich, wie schnell man sich akklimatisieren kann und bereits nach wenigen Tagen den Anblick unverschleierten Frauen als sittlich anstößlich empfindet ;-). Nach erfolgter Reparatur ging es noch spät Abends mit gesteigerter Marschgeschwindigkeit über Casablanca zurück nach Larache, um am nächsten Tage noch die Vorbereitung für den Besuch des Königs zu erleben und dann endlich zurück in das gute alte Europa. Dachten wir jedenfalls, mussten aber feststellen, dass das die Befestigungskünste der Staumänner auf der Fähre nur unzureichend waren und dort augenscheinlich die Auffassung vertreten wurde, dass Motorräder liegend leichter zu transportieren sind. Glücklicherweise waren die Mitreisenden durch den Dunst des ausgelaufenen Benzins wach geworden und hatten die Motorräder wieder aufgerichtet. Das Verlassen der Fähre gestaltete sich dann noch recht schwierig weil die MZ wegen einer gerissen Speiche einen Platten hatte, aber auch das haben wir wieder in den Griff gekriegt. Fazit. Marokko ist eine Reise und vor allem mit dem Motorrad wert. Aber auch wenn wir relativ unproblematisch alle Schwierigkeiten meistern konnten, sollten die Risiken nicht unterschätzt werden. So wurden imt gleichem Zeitraum mehrere Motorradreisegruppen im benachtbaren Algerien entführt und das, obgleich dies Teilnehmer organisierter Touren waren. Den nachhaltigsten Eindruck haben die Landschaften südlich des Atlas auf mich gemacht, dort wo der Asphalt aufhört. Für die Reisevorbereitung haben wir zunächst mit den ADAC Routen Tipps und Karten eine erste Planung getroffen und uns dann langsam ins Detail vorgearbeitet. Diesbezüglich waren es auch etliche Reiseberichte aus dem Internet, aus denen wir insbesondere die Routenführung zusammen gestellt haben. Ein nützlicher Reisbegleiter war der Reiseführer von Erica Därr, der enthält nicht nur GPS - Daten für viele Strecken, sondern sorgt auch immer für Gesprächsstoff weil jeder Beduine unbedingt wissen will, ob er denn diesmal im Reiseführer benannt ist. Ansonsten sind wir spontan darauf los gefahren, ohne vorher irgendwas gebucht zu haben.