Reisebericht Kroatien 2007

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Kroatien 2007 So, damit es nicht immer heißt ich käme nicht mit den Reiseberichten aus dem Quark, habe ich mich zur Abwechselung mal zeitnah an die Erfassung unserer Tour begeben. Zwar liegen mir bislang kaum Bilder vor, mein eigener Fotoapparat hat bereits in KRK den Geist aufgegeben, aber einen Teil Bilder für unsere diesmal tatsächlich von kulturell orientiertem Bestreben – ja ja , das Alter – geprägten Fahrt werde ich auch um Internet finden. Aufruhr wird es wahrscheinlich geben, weil ich die Ardennentour aus dem vergangenen Herbst immer noch nicht abgefasst habe, aber – ehrlich – die kommt noch nach.

Auch wenn ich immer gerne irgendwen anders der Zuttellei bezichtige, muss ich einräumen, dass diesmal ich derjenige bin der etwas verspätet aufläuft. Ich hatte Andrea gebeten mir noch ein Brot zu backen, das allerdings erst so spät fertig wurde, dass ich es zum einen kochend heiß einpacken muss und ich zum anderen bereits eine halabe Stunde zu spät bei Klaus erscheine. Der steht bei strahlendem Sonnenschein in voller Kombi und ist ölt fliessig vor sich hin. Aber kein Problem, wir erreichen – dieses Jahr wegen des größeren Tanks auf der KTM von Martin - die Autoverladung in Neu – Issenburg pünktlich und ohne Tankstop.

Ratter, Ratter, die Nacht ist ruckzuck um und wir landen in Rijeka an. Dort erwartet uns strahlender Sonnenschein und Bullenhitze. Der Verzicht auf das Thermofutter bringt kaum Linderung, erst als wir aus der Stadt raus sind und Richtung Krk fahren, verspüren wir etwas Linderung. Wie auch die Jahre zuvor haben wir mal wieder nicht geplant, sondern lediglich so grobe Ziele und wollen auch dieses mal die Streck eher spontan gestalten. Erster Spontanakt ist der Entscheid von KRK die Fähre nach Rab zu nehmen. An der Fähre angekommen lädt uns ein auskunftsfreudiger junger Mann ein die Wartezeit bis zum Eintreffen der Fähre im Lokal seines Chefs zu verbringen, ein Angebot da wir gerne annehmen. Glücklicherweise ist der Chef dann so fair uns mitzuteilen, dass die Fähre erst Anfang Juni, also in gut zwei Wochen den Dienst aufnimmt. Der auskunftsfreudige Knabe hat sich ob dieser Korrektur bereits unserem Zugriff entzogen. Bleibt alos keien andere Möglichkeit als der Weg zurück, wobei wir angesichts des fortgechrittenen Tages beschließen einen Zeltplatz in Krk aufzusuchen. Die Auskunft, dass wir überall unser Zelt aufschlagen könnten, wird dann nach dem Aufbau durch Vladimir – den Lagerkalfaktor – relativiert und wir müssen umziehen. Der tatsächlich für Zelte zur Verfügung stehende Platz ist deutlich weniger schön, dafür aber lauter und steiniger. Aber die Rache folgt auf den Fuß, Vladimir ist bei der Mitfahrt auf meinem Motorrad mit seinem zarten Schenkelchen an meinen blanken Endtopf gekommen ;-).

Überhaupt stellt sich hier bereits erstmalig heruas, dass so richtige Freundlichkeit kaum mal gezeigt wird. Stets sind alle Fragen oder Antworten mit einem eher harschen Unterton und einer unnötigen Eile versehen. Zum Glück gibt´s davon aber auch rühmliche Ausnahmen, wie etwa die blonde, ständig lächelnde Sanela in Umag. Der nächste morgen empfängt uns mit einem leichten Nieselregen, der sich dann stetig steigert. Von allen Seiten sind wir vor den rutschigen Straßen gewarnt worden und fahren auch entsprechend Verhalten. Nicht nur der glitschige Staub ist ein Problem auf den Straßen, sondern insbesondere auch die ständig präsenten Ölspuren. Gerade die Küstenstraße entlang bis Senj und dann über den Pass Vratnik ( 694 m ) ist dabei besonders gefährdet. Aber wir haben Glück mit dem Wetter, gerade das abbiegen in´s Inland in Richtung Plittwitzer Seen, führt dazu, dass wir im wesentlichen vor der Regenfront herfahren. Auf der gesamten Strecke sind deutliche Spuren des Krieges zu sehen. Kaum mal ein Haus dessen Fassade tatsächlich unversehrt wäre, viele stehen mit zerschossenen Fenstern leer und verlassen, während in unmittelbarere Nachbarschaft bereits Neubauten entstehen.