Reisebericht Alpen 2004
Grand Route des Alpes oder auch Guter Mann Tour 2004
Der Reisebericht ist bislang noch nicht fertiggestellt, daher die Route
nur grob.

mal die A 61 Richtung Süden gefahren – Worms - Kreuz Frankenthal – Richtung Ludwigshafen – AB Kreuz Mutterstadt Wechsel auf A65 Richtung Neustadt/Weinstraße Landau – Ausfahrt Kandel – Landstraße Richtung Wissembourg – Lembach - Four a Chaux ( Kalkofen, Bunkeranlage mit Führung, etliche Kilometer lang ) – steht auf den Karten zum Teil als NIEDERBRONN – LES – BAINS

wir für diese Gegend nur eine grobe ADAC-Karte hatten, unser Abendziel
hatte Martin schon gebucht/ lag wohl an der Erinnerung an die Tarte
Flammbé - an Straßbourg vorbei, da waren ca. 38°, weshalb wir eine
kleines Stück Autobahn genutzt haben – lag unmittelbar neben BARR/
Mittelbergheim
Am nächsten Morgen – nach einem opulenten Frühstück, die Reste haben
wir vorsorglich für später eingepackt - immer der Weinstraße nach über
Col de la Schlucht und Col de Ballon, auf jeden Fall eine Reise Wert,
ich meine der höchste regulär anfahrbare Punkt im Elsass – nach einem
Kronenbourg, es mögen auch zwei gewesen sein, langsam Richtung Doubs (
Fluss der unterirdisch mit der Loue verbunden ist ) – Montebeliard,
größerer Ort mit Suppermarkt, dann schon Richtung Schweiz, der Doubs
macht da ein paar spannende Kehren, weiter nach St. Hippolyte und
Übernachtung in Goumois. Da gibt es eine Menge Info im Internet, wichtig
ist aber der Campingplatz auf der schweizer Seite. Frankreich hat da
auch eine recht große Anlage, die aber für Motorradfahrer weniger
geeignet ist. Zum einen hatten die Camper schon ein ablehnende Haltung,
zum andern liegt der schweizer Campingplatz in der Sonne und kostet
weniger.
Zudem dürfen Biker, die in einer besonderen Ecke ihr Zelt aufschlagen,
auch Feuer machen und der Platzwart hat jede Menge trockenes Holz hinter
seinem Caravan;

den nächsten Tag zu beschreiben ist schwer, zum Teil sind wir die durch
Viehsperren gesperrten Strassen gefahren, dass ist erlaubt, aber zum
einen nicht ungefährlich wegen des neugierigen Viehs und zum anderen
erfordert es eine hochauflösende Karte. Martin lotste uns so über
kleinste Straße bis zur Source la Loue, spannende Sache – da wurde nach
dem Brand in einer Pernodbrennerei die unterirdische Verbindung zwischen
Doubs und Loue festgestellt, weil wohl mehrere tausend Liter den Doubs
erreichten. Pernod gab ´s aber keinen mehr.
Jetzt war es natürlích schon wieder spät – andererseits ist Autobahn ja
doof – wer sagt das eigentlich immer ? – Gezuttel in Richtung Genfer
See. Mittlerweile spuckt der Ausrückhebel der Kupplung schon Flammen,
aber so oft braucht man den ja eh nicht und die Reparatur kann ich ja
noch morgen machen.

traumhaftes Cafe, drei Stück Kuchen, unter anderem ein Stück Apfel –
Handygröße Siemens MC 60 – schlappe 28 € -
O.K. plötzlich ist es halb fünf und Lanslebourg – an der Zufahrt zum
Iseran in Richtung Osten und Monte Cenis in Richtung Süden – noch gute
150 km entfernt. Warum geht das jetzt auf einmal mit der Autobahn ?
Kurz vor Annecy sucht noch ein Luxemburger – auch R 80 G/S - das
Gespräch. Mit Blick auf die Strunzaufkleber auf meinem Koffer will er
Info über die Lage in Russland, er ist seit acht Wochen unterwegs und
will in die Mongolei – o.k. das kann dauern
Irgendwann gilt es nur noch Gas geben. Wir haben
uns ordentlich verschätzt, mag auch daran liegen, dass wir vorher kaum
geplant haben und wir Routen fahren wollten, die zumindest einer von uns
kennt oder zumindest in Erinnerung hat und so fahren wir, mehr nach
Gefühl und Kompass, über etliche Umwege nach Lanslebourg – alle Kneipen
dicht, aber die Frau vom belgischen Wirt mag uns und so gibt es nicht
nur Steak und Fritten sondern auch noch Gennepi ( unbedingt probieren,
aber zu Fuss zurück zum Zeltplatz) .
Zelltplatz Les Balmasses, liegt von Mondane kommend direkt rechts am
Ortseingang.

Das Kondom braucht etwas Unterstützung und entwickelt nach Auskunft des
Eigners wohl auch einen gewissen Saunaeffekt, kann aber letztendlich
unter Einbeziehung eines deutschen

Qualitätsmotorrades stabilisiert werden – dafür ist das Packmaß aber nicht zu schlagen. Nächster Tag, wir haben uns trotz Schmerzen in selbigem die Tuschies nicht gegenseitig massiert, steht zu freien Verfügung. Ich will unbedingt den Colle de la Fenestre und die Assieta fahren. Schon in Susa – nach Überquerung des Monte Cenis - rauscht mir ein Italiener ins Moped, aber der Beifahrer biegt alles gerade und „senza Problema". Wenn da dran steht „Ferme" dann muss das ja nichts heißen und so komme ich auch bis zum Gipfel. Die abgerissenen hinteren Blinker sind schnell wieder mit Isolierband angetapt und schon geht es Richtung Abzweig Assieta.
Auf halber Höhe treffe ich zwei Leidensgenossen – KTM Duke mit
Supermotobereifung und 1150 GS – die wollen wissen ob der Fenestre
offen ist und sind vor ein paar Tagen an der Asietta Richtung Norden
gescheitert.
So was kann mir ja nicht
passieren;-). – Das Rausheben des Motorrades aus der verpassten
Serpentine hat auch nur schlappe 10 min gedauert.
Um es kurz zu machen, den Col de Asietta habe ich erreicht, ebenso den
Testa Asietta ( Gipfel ), den aber nur, weil der Fußpfad über den Gipfel
führt und ich anders an den Schneewehen nicht vorbeikam
Einen guten Kilometer später habe ich dann in einer Schneeverwehung die
Straße verfehlt.

abgebaut hatte und gute 3 Stunden später habe ich die beiden dann wieder
getroffen, die wissen wollten ob es vielleicht doch geht....…. Die
Rückfahrt habe ich beschleunigt, da ich deutlich über die Zeit war, zur
Strafe habe ich für den Tunnel de Frejus 19,00 € berappt.


ihren Mann, da Biker Biker anziehen haben wir auch direkt ein Drittel mehr bezahlt ( vielleicht haben wir es ja auch vertrunken ;-)) aber immerhin gab es wieder Kronenbourg. Eine Anfahrt des Iseran war noch nicht möglich, die Räumung sollte aber zum kommenden Wochenende – 12.06.2004 – abgeschlossen sein. Ab Lanslebourg ist der Wege vorgeben, ein Stück zurück Richtung Westen – in Mondane gibt es an der Durchfahrtstrasse noch einen großen Supermarkt – dann über Galibier und Lautaret die Grand Route des Alpes Richtung Isoard. Weiter über Guillestre von dort über den Col de Vars nach La Condamine-Chatelard. Einen guten Kilometer vor dem Ortseingang liegt ein schöner Campingplatz, im Ort selber ist rechter Hand auf dem Marktplatz eine Pizzeria, da wird die Pizza noch mit der Schere geviertelt. Von hier sind auch einige sehr gut erhaltene Festungen über Schotterstraßen anfahrbar. In abendlicher Runde erhielten wir dann auch die Info, dass der La Bonette seit einem Tag geöffnet sei. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir wahrhaft hochsommerliche Temperaturen die im Schneetreiben am Col de Restefond ein abruptes Ende fanden. Auf weitere Eskapaden haben wir denn auch verzichtet und sind direkt – immer begleitet vom provinzialischen Dauerregen - direkt nach Frejus gefahren um von dort am nächsten Tag den Autoreisezug nach Düsseldorf zurück zu nehmen. Wird fortgesetzt.